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Ein Stankowski in Gelsenkirchen
Künstler aus Dresden zeigt ab heute Werke im Atelier JRS
Anne Bolsmann, (WAZ), 16. Juni 2012

Er ist Künstler und Grafiker, stellt in Gelsenkirchen aus und heißt mit Nachnamen Stankowski. Da klingelt doch was? „Ja, ich bin der Neffe von Anton Stankowski“, sagt der in Dresden lebende Jochen Stankowski, der ab dem heutigen Samstag, 16. Juni, gleich mehrere Werkserien im Atelier Jüttner-Reismann-Sternkopf zeigt. „Mein Onkel hat mich frühzeitig unter seine Fittiche genommen“, sagt der Künstler. „Ich habe meine Handwerk bei ihm gelernt und jahrelang mit ihm zusammengearbeitet“.

Vor rund 12 Jahren verließ Jochen Stankowski die Region und siedelte nach Dresden um. Dort stieß er mit seinen Arbeiten auf fruchtbaren Boden. Die Ergebnisse sind nun in Gelsenkirchen live zu erleben.

„Linien Treu“ hat er seine Werkschau genannt – und der Titel ist eindeutig Programm. So besteht eine Serie, die sich mit dem Thema Dialektik auseinandersetzt aus 35 Bildern, die alle eine identische Linie eint, die diagonal von oben links nach unten rechts verläuft. „Ich habe in Vorarbeit für diese Serie viel Platon und Engels gelesen. Die Idee, dass es 35 visuelle Gegensätze gibt, hat mich fasziniert. Und ich habe mich gewundert, dass es zu diesem Thema keine Bilder gibt. Deshalb habe ich sei nun einfach selbst gemalt“, sagt der Künstler schmunzelnd.

Architektur wird einfangen

Quadratisch hat er die 35 Werke angeordnet, jedes spricht mit einer eigenen Form und Farbgebung zum Betrachter. Eine weitere Serie hat Stankowski unter dem Titel „Licht durch Schatten“ zusammengefasst. Hier sind architektonische Elemente deutlich erkennbar. „Hierbei hat mich eine Reise durch Tunesien inspiriert“, sagt der Künstler, dessen Bruder Martin heute um 17 Uhr die Einführung zur Ausstellung an der Ruhrstraße 11a gestalten wird. Bis zum 22. Juli sind die Bilder donnerstags von 16 bis 20 Uhr zu sehen, passend Exponate von Heinrich Jüttner, Wolfgang Sternkopf und Heribert Reismann ergänzen den Gesamteindruck.

Gelsenkirchen