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Von der Lust, die Welt zu retten
 „Der Zeichensteller“ in der Stadtbibliothek Köln
Hans Peter Brodüffel, Kölnische Rundschau, 4. März 2013

Wer was macht hat Macht: Mit der Neuauflage ihres bereits 50 000 Mal verkauften Buches „Von wegen nix zu machen“ wollen Kabarettist Jürgen Becker, Pfarrer Franz Meurer und Journalist Martin Stankowski verstärkt Appetit auf gute Taten machen. Das sozial engagierte Trio packte seine mit vielen neuen Ideen aufgefüllte Werkzeugkiste für Weltverbesserer anlässlich der Ausstellung „Der Zeichensteller“ des Grafikers Jochen Stankowski in der Stadtbibliothek am Neumarkt aus.

Der bekannte Künstler (und Bruder von Martin Stankowski) hatte das Buch grafisch illustriert und den Texten ein ungewohntes Layout gegeben. „Ich wollte der sozialen Fantasie der Autoren mit einer visuell- emotionalen Herangehensweise Ausdruck geben. Die Stopper im Buch sollen eine neue Dimension des Erkenntnisprozesses Ausdruck geben“, sagte Stankowski.

Die Ausstellung mit auf Plakatformat vergrößerten Buchseiten geben den Botschaften zusätzliche Schubkraft. „Handlungen machen das Leben schön. Jeder kann etwas zur Vernetzung der Solidarität beitragen“, sagten die Autoren. Vor der Eröffnung der Ausstellung stellten Becker, Meurer und Martin Stankowski neue Beispiele bürgerschaftlicher Aktivitäten vor: Ein Zahnarzt, der kostenlos die Gebisse von Obdachlosen repariert oder eine Chefsekretärin, die mit türkischen Mädchen in die Oper geht. Die Autoren warben für kritische Aktionäre und das nachbarschaftliche Engagement in Wohnungsbaugenossenschaften. Franz Meurer plädierte zudem dafür, Förderschüler zu Servicekräften im Gesundheits- und Plegebereich auszubilden.