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Fraktal - Jochen Stankowski
Eckhard Bendin, Zur Farbenlehre, 2010

„ ...Jochen Stankowskis Bilder nehmen den Betrachter mit auf den Weg des Zenon von Athen nach Elena, durch die erstaunliche Welt der Fraktale, von der großen Form in die kleine Kopie, von der Endlichkeit in die Unendlichkeit ...“ Gert F. Bär

Auf den ersten Blick sind Stankowskis Arbeiten - auch als ‚Zeichensteller‘ - wohl an der Form stärker als an der Farbe orientiert und er behauptet dies auch. Doch scheint der Hintergrund seiner Formoperationen oft auch das bildende Spiel von Licht und Schatten zu sein. Seine Serie ‚Licht durch Schatten‘ zeugt davon. Nicht nur die harte, auch die weiche Linie zwischen Licht und Schatten faszinieren ihn, so offensichtlich auch die Gebrochenheit von Küstenlinien, die ins Unendliche gehen. Ich erinnere mich an eine Postkarte, die ich von ihm einmal erhielt und die von seiner meditativen Anschauung und Erbauung an der Grenzlinie zwischen Wasser und Küste kündet. Die Werkgruppe ‚Fraktal‘ scheint deren Gebrochenheit und Selbstähnlichkeit zu vermitteln und zeugt vom Züngeln des Wassers, von der Gischt und dem bizarren Aufbäumen und Strudeln an der Härte tektonisch lagernder Schichten. Gert F. Bär schreibt wohl mit Recht über Stankowski, daß dieser die Bücher von Benoit Madelbrot nicht gelesen, aber das fraktale Wesen der Natur selbst mit wachen Augen erfaßt hätte. In der künstlerischen Umsetzung wird die meist satte Farbe oft von reich gestaffelten Graustufen aufgenommen. In seinen Vermittlungen genügt Stankowski die Andeutung jedes vorstellbaren fraktalen Reichtums, den auch die Farbe für uns bereit hält.

Eckhard Bendin, Zur Farbenlehre, Verlagsgesellschaft, 2010

Abb. Acryl auf Holz, 30 x 180cm, 2006