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Schneidler

Künstler leuchten ihrer Zeit voraus
F.H. Ernst Schneidler
Lehrer-Künstler-Mensch, 1957

Manuskript
32 Seiten, A4

Besuch einer Ausstellung: In den Räumen des Landesgewerbemuseums Stuttgart wurde man von einer Unzahl Blätter, auf denen Schriftzüge, Aquarelle, Landschaftsbilder und Ornamente gemalt und gezeichnet waren, empfangen. Die meisten dieser Blätter sind so klein, daß sie fast mit der flachen Hand zugedeckt werden könnten.

Da ist z.B. in einem Glaskasten die von Schneidler als Schriftschneider entwickelte Schrift 'Legende'. Man hat hier Blätter von den ersten Zügen des Künstlers bis zu der fertigen Type der Schriftgießerei hintereinander sehr übersichtlich aufgestellt.

Ich zitiere einige Sätze von FH. Schneidler als Lehrer: 'Um eine Seite graphisch bedeutungsvoll zu gestalten, bedenke
1. Jeder Entwurf ist ein Blatt Papier, das zum Teil bedeckt, zum Teil unbedeckt ist.
2. Die unbedeckten Flächen sind danach so wichtig, wie die bedeckten Flächen.
3. Der sicherste Weg eine klare Wirkung zu erreichen ist der, die bedeckten Flächen miteinander und die unbedeckten Flächen miteinander zu verbinden.
4. Um auf einer gedruckten Seite eine neue und bedeutungsvolle Wirkung zu erreichen, ist es nötig, die unbedeckten Flächen in eine neue und bedeutungsvolle Beziehung zu setzen. Sie sind miteinander bezogen durch: Form, Größe, Grad der Bewegung, Art der Verpflechtung, Richtung der Bewegung, Grad des Kontrastes.